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Hat der Hund immer wiederkehrende, übelriechende Durchfälle, teilweise mit Blut und/oder Schleimhaut, könnte er mit Giardien infiziert sein.
Giardien sind kleine einzellige Parasiten, die sich an die Darmschleimhaut anheften.
Weitere Symptome können Lustlosigkeit und Appetitlosigkeit sein.

Allem voran – keine Panik bekommen!
Auch hier in Deutschland sind wohl etwa 10 % der Erwachsenen und 25 % der Kleinkinder betroffen, ohne jedoch symptomatisch Probleme zu zeigen!
Grundsätzlich sind laut Untersuchungen 15 bis 20 % der Hunde von Giardien befallen – OHNE Symptome zu zeigen!

Häufig betroffen sind hier Welpen, Junghunde mit ihrem noch unausgereiften Immunsystem oder erwachsene Hunde, die unter Stress leiden.

Nachweisen lassen die Parasiten sich über einen Schnelltest in der Tierarztpraxis, bei dem man Kot mitbringen muss, am besten 2 bis 3 verschiedene Proben.

Behandlung

Die aktuelle Lehrmeinung besagt, dass gesunde Patienten ohne Symptome keiner Behandlung bedürfen. Prinzipiell sollte unserer Meinung nach, zur Beurteilung, ob ein Behandlungsbedarf besteht, eine allgemeine Untersuchung durchgeführt werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Behandlung, angefangen bei Optimierung der Ernährung über Futterzusatzstoffe und Prä-, Pro- uns Symbiotika bis hin zu chemischen Medikamenten wie Fenbendazol oder Metronidazol. Ein bis zwei Wochen nach der Behandlung sollte nochmal nachgetestet werden. Giardien sind manchmal hartnäckig und letztendlich ist der Erfolg der Behandlung auch von der Individualität des Patienten abhängig.

Reinfektionen sind möglich: wenn die Giardien einmal besiegt sind, baut sich kein Immunschutz auf. Das heißt bei der nächstmöglichen Aufnahme kann es sofort wieder zu einer Infektion kommen. Der beste Schutz ist eine gesunde Darmflora.

Hygienemaßnahmen in der Wohnung

  • Reinigen der Böden mit mindestens 60 Grad (z.B. Dampfstrahler)
  • tägliches Abspülen der Wasser- und Futternäpfe mit heißem Wasser, Katzentoiletten ebenfalls
  • geeignete Desinfektionsmittel verwenden
  • Decken und Kissen heiß waschen

Wichtig!

Bitte den Kot sorgfältig aufsammeln und nicht einfach liegen lassen, um andere Tiere vor eventueller Ansteckung zu schützen!

Kontakt zu anderen Hunden erstmal unterlassen und vor allem bitte auf Hundeschulbesuche, Ausstellungen etc. verzichten!

Grundsätzlich gelten Giardien als Zoonose – sprich, eine Ansteckung auf den Menschen ist möglich.
Wie oben bereits geschrieben, haben aber auch hierzulande ein gewisser Anteil sowieso Giardien, ohne Probleme zu zeigen.
In der Zeit, in der der Hund noch Zysten ausscheidet, am besten einfach nicht im selben Bett schlafen lassen und Hände nach Kontakt gut reinigen.

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