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Biodynamische Katzennahrung – selbstgemacht

Die Wildkatze oder wildlebende Katze in freier Natur ist ein Jäger. Ihre Jagd, für die sie oft Stunden verwenden muss, bringt ihr aber meist nur einen kleinen Ertrag: eine Maus, einen kleinen Vogel, eine Eidechse oder Ähnliches. Das steht im krassen Gegensatz zur Ernährung unserer Hauskatzen. Oftmals bekommen sie viel zu große Mahlzeiten. Und wenn sie diese nicht mehr „mögen“ wird etwas Leckereres aufgetischt. Aus diesem Grunde leiden viele Katzen an den gleichen Wohlstandskrankheiten wie der Mensch (z.B. Diabetes mellitus) oder haben Probleme mit ihrem eigenen ganz speziellen Stoffwechsel (Fettleber).

Gut konzipiertes, biodynamisches Trockenfutter ist das, was der natürlichen Ernährung am nächsten kommt. Eine Katze, die nur Trockenfutter bekommt geht 4-5 mal täglich an ihren Napf und frisst ein paar Bröckchen, genau wie sie in der Natur 4-5 x am Tag eine Maus oder Ähnliches fangen würde. Natürlich ist das nicht lecker, und oftmals geht die Katze an den Napf und danach wieder weg, und bettelt ihren Besitzer bis zur Belastbarkeitsgrenze an. Aber hier muss man sich die Frage stellen: möchte ich meine Katze verwöhnen oder gesund erhalten? Der Vergleich zum Menschen besagt folgendes: Leckerli, Dosenfutter etc. sind für die Katze das, was für den Menschen Kuchen oder Fastfood ist. Das kann man mal machen, aber wenn man jeden Tag ein Stück Kuchen isst oder in ein Fastfood-Restaurant geht, wird man schnell die Quittung dafür bekommen.

Laura und OliveEs ist in Mode gekommen, Tiernahrung selbst herzustellen. Man nennt das „BARFen“, wobei das „biologisch artgerechte RohFütterung“ bedeuten soll. Ich warne vor vielen dieser Methoden, da sie nicht das sind was sie versprechen, nämlich biologisch artgerecht. Zum Beispiel frisches Gemüse. Weder in roher, noch in gequirlter oder gekochter Form kann ein Fleischfresser damit etwas anfangen. Nur in vorverdauter Form aus dem Darm seiner Beutetiere verträgt die Katze Zellulose. Ein weiterer heikler Punkt sind die Proteine. Hier ist es wichtig für den Darmtrakt, dass die Zusammensetzung immer gleich ist und nicht zu viel Protein enthalten ist. Bei selbstgemachter Ernährung fast unmöglich.

Desweiteren braucht man einige Stoffe, die in den meisten Komponenten, die zur Herstellung von Futter verwendet werden, nicht enthalten sind: darmaktive Substanzen, kurzkettige Fette, biodynamische Vitamine. Diese müssen unbedingt substituiert werden. Es gibt also die Möglichkeit Katzenfutter selbst herzustellen, allerdings unter sehr strengen Regeln.

Standardisierbarkeit

Das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Proteinen muss 1:2 betragen.

mögliche Kohlenhydratquellen: Reis, Happy dog leichte Flocke, Vet-Concept Vollkornreis oder Kartoffelflocken
mögliche Proteinquellen: Dosenfutter Vet-Concept oder Animonda, Tiefgefrierfleisch, Fleischmischungen mit Rofaseranteil (also zum Beispiel Lamm mit Magenanteilen)

Wichtig ist, immer dieselben Grundlagen zu verwenden und das Mischungsverhältnis konstant zu halten. Am besten stellt man eine gewisse Menge her, die eine zeitlang reicht, und lagert sie im Kühlschrank.

Immer frisch darunter gemischt werden pro Portion (Mausgröße, davon erhalten Katzen 4-5 Portionen täglich):
Darm-Dyn: ¼ Teelöffel
Lachsöl mit Hanf: 2 ml
PK Kräuterhefe: 2 ml oder ½ Tablette

Jetzt besteht „nur“ noch das kleine Problem, dass die Katze dann fressen muss, wenn sie gefüttert wird. Man kann dieses Futter nicht allzu lange stehen lassen. Und welche Katze tut dies? Hinzu kommt, dass die Argumente gegen Trockenfutter nicht auf die biodynamischen Futtermittel zutreffen. Am besten lassen Sie sich diesbezüglich von dem Tierarzt ihres Vertrauens oder den Experten bei www.dasgesundetier.de oder Vet-Concept beraten.

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