Ernährung des Hundes

 

 

Viele Krankheiten des Hundes sind auf das Überangebot an Nahrung zurückzuführen. In der Natur frisst der Wolf oder der Wildhund ca. 1 x pro Woche. Das was er tagsüber sonst noch so findet sind Kleinigkeiten. So kann sich der Darm immer wieder selbst entschlacken, sprich die Bakterien regeln sich selbst, Darmkeime wie E.coli und Clostridien können sich nicht zu stark vermehren. Erst bei einem Überangebot, wie es bei heutiger Ernährung üblich ist, bilden sich mehr Rückstände im Darm, die Nährboden für ebendiese Bakterien sind. Damit ist es für unsere Hunde sehr wichtig, dass sie bei täglicher Ernährung möglichst hochverdauliche Futtermittel erhalten, die möglichst standardisiert sind. Die Konstanz der Darmflora des Fleischflessers ist genau davon abhängig. Jeden Tag dasselbe hört sich langweilig an, ist aber gesünder. Ein Fastentag ca. alle 2 Wochen ist absolut zu empfehlen. Aus diesen Gründen empfehlen wir prinzipiell die Ernährung von Hunden mit einem gut konzipierten Trockenfutter (z.B. die Supreme-Linie der Firma Happy dog „Neuseeland, „Toskana“ etc., ein Trockenfutter von Vet-Concept oder Trockenfutter von 5E – Das gesunde Tier).

Gesunde Ernährung mit Trockenfutter ist einfach erklärt: maximal die empfohlene Menge Trockenfutter in der Zeit zwischen acht bis siebzehn Uhr (ob man 1 x tgl. füttert oder mehrere Portionen am Tag ist nicht wichtig, der Hund darf das selbst entscheiden), nicht einweichen, Wasser separat, 10 kleine Leckerli tgl. (kleinfingernagelgroße Stückchen getrocknetes Fleisch z.B. Lammleckerli), abends eine Kaueinheit (getrocknete Kauartikel wie Ochsenziemer o.Ä.).

In Ausnahmefällen hat sich selbstgemachte biodynamische Ernährung bewährt, dabei gibt es allerdings aufgrund der Verdaulichkeit einige Regeln zu beachten und wichtige Zusätze hinzuzufügen.

  1. stabile Rezepturen – wie gesagt reagiert die Darmflora des Fleischflessers sehr sensibel auf Veränderungen, also sollte die Zusammensetzung des Futters immer gleich sein, am besten stellt man eine größere Menge der Mischung her und teilt sie dann auf.
  2. richtige Zusammensetzung – das Verhältnis von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten ist sehr wichtig. Zu viel von dem einen, zu wenig von dem anderen fördert die Bildung von Rückständen im Darm und damit das Bakterienwachstum. Kohlenhydrat- und Proteingrundlage sollte 1:1 gemischt werden (Fette sind in beiden Komponenten genügend vorhanden)
  3. nicht zu viel – hier besteht ein Hauptproblem bei selbstgemachter Hundenahrung. Von Natur aus hat der Hund ein sehr spätes Sättigungsgefühl. Das liegt daran, dass der Wildhund/Wolf ca. 1 x pro Woche frisst, sich dann aber sattfrisst. Das heißt die meisten Hunde können mehr fressen als ihnen gut tut. Entscheidend beim Hund ist letztendlich das Volumen. Ein Hund von ca. 10 kg erhält tgl. ca. 1 gute Männerhand. Die Gewichtskontrolle verrät, ob die Dosierung nach oben oder unten angepasst werden muss.
Substanzen Darmaktivierungskur

Substanzen Darmaktivierungskur

Rezeptur

Kohlenhydratgrundlagen: weichgekochter Reis, Happy dog „leichte Flocke“, Vet-Concept Grain-Flakes, Vollkornreis, Hirse, Weizenkleie

Proteingrundlagen: tiefgefrorene Fleischmischung (wichtig ist die Mischung, sollte auch Magen enthalten, nicht reines Protein), Rinti-Dose, Vet-Concept Dose

Kohlenhydratgrundlage und Proteingrundlage 1:1 mischen, dann folgende Substanzen daruntermischen

Darm-Dyn: 1 Esslöffel pro 10 kg>
PK Kräuterhefe: 2-3 ml pro 10 kg
Lachsöl mit Hanf: 1 Pumpenstoß pro 10 kg

Fütterung: möglichst 1 x tgl., maximal 2 x tgl., nicht nach 18 Uhr

häufige Fehlerquellen

zu viel Protein: Protein ist eine Hauptnahrungsquelle für Darmkeime des Fleischfressers, wenn Protein nicht komplett verdaut wird führt dies zu Bakterienwachstum im Darm

Feuchtfutter/Trockenfutter einweichen: das Wasser umgibt die Proteine, die Magensäure möchte diese Proteine aber vorverdauen, denaturieren, wenn dies nicht vollständig passiert, wird entweder mehr Magensäure produziert als notwendig, es kommt zu Magenschleimhautreizungen, oder die Proteine kommen schlecht vorverdaut in den Darmtrakt, dort bilden sie dann wieder unnötige Rückstände und damit Nahrung für Faekalkeime. Wasser sollte trotzdem separat immer zur Verfügung stehen. Die meisten Hunde trinken nicht zeitgleich mit dem Fressen, aber manchmal braucht der Magen ein bischen Wasser. Der Hund kann das sehr gut selbst einschätzen.

Gemüse- oder Obstzusätze: der Fleischflesser hat kein Enzym, um Pflanzenkost zu verdauen, pflanzliche Zellen bestehen zu 90% aus Zellulose. Bei den Pflanzenfressern wird diese Zellulose von bestimmten Darmbakterien gespalten und so für den Körper nutzbar gemacht. Diese Bakterien sollten im Fleischfresserdarmtrakt allerdings nicht vorkommen.

Leckerli/vom Tisch: bedenken sie, dass jedes Leckerli von der Hauptnahrung abgezogen werden muss, aufgrund seines starken Proteingehalts ungefähr in doppelter Menge. Wir empfehlen möglichst kleine trockene Leckerli. Es gibt aus jedem Protein ca. kleinfingernagelgroße Stückchen getrocknetes Fleisch, davon 5-10 Stück pro Tag reichen als Belohnung, auch aus Erziehungsgründen, zu häufige Belohnung stumpft ab. Abends einen Kauknochen.

Machen Sie sich doch mal den Spaß und rechnen Sie die Futter- und Leckerlimenge ihres Hundes auf ihr Gewicht hoch. Ein 10kg Hund soll ca. 150g Trockenfutter täglich fressen. Das entspricht bei einem „normalen Menschen“ von ca. 70kg ca. 1 kg, wohlgemerkt Trockenfutter. Dann noch ein paar Leckerli, also ein daumenstück großes Stück Fleischwurst entspricht ca. 1 Tafel Schokolade. Dann wird das Überangebot, mit dem unser Freund täglich konfrontiert wird, sehr schnell klar.

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Ganzheitliche Konzepte für die Landschildkröte

Allem Voran: Bitte bedenken Sie eines, mit dem Kauf einer Lanschildkröte entscheiden Sie sich dafür, dass ein wechselwarmes Reptil für die nächsten Jahrzehnte ihr Leben begleitet. Eine gut gepflegte Schildkröte kann gut 80- 100 Jahre alt werden. Natürlich gibt es jede Menge Unterarten von Landschildkröten mit verschiedenen anderen Ansprüchen. Wir möchten uns hier vornehmlich mit den griechischen und maurischen Landschildkröten beschäftigen. Gewisse Aspekte sind aber durchaus auch auf andere Arten übertragbar.

Erwerb:

Schildkröten aus sicherer Quelle und mit guter Beratung zu kaufen ist gar nicht so einfach.

Erfahrene und seriöse Züchter oder Zoofachgeschäfte sind sehr schwer zu finden. Zu Empfehlen sind alle Kölle-Zoo-Filialen. Hier werden die Tiere vorbildhaft gehalten, sind gesund und Fehler bei der Haltung werden schon im Ansatz durch die perfekte Beratung vermieden.

Geschlecht:

weibliche Schildkröte

weibliche Schildkröte

Männchen haben einen stärker nach innen gewölbten Bauchpanzer, ferner einen längeren und an der Basis schmaleren Schwanz mit mehr zum Schwanzende hin verlagerter Kloake.

Haltung:

Landschildkröten gehören zu den wechselwarmen Tieren, die eine Kerntemperatur von mindestens 33-35° erreichen müssen.

Sie sind auf die Wärmezufuhr von außen angewiesen (Sonne, Wärmestrahler)

Landschildkröten sollten nur in der Übergangszeit im Terrarium gehalten werden.

Ein größeres Terrarium ist nötig, da Schildkröten sehr bewegungsfreudige Tiere sind, wenn das Platzangebot ausreichend ist.

Es sollten warme Zonen (40° unter dem Wärmestrahler) aber auch kühlere Zonen vorhanden sein. Flache Steine zum Klettern, ein flaches Badebecken, vielleicht eine Wurzel, ein Versteck für die Nacht, eine warme Sand – oder Steinfläche, eine Sandfläche, eine Ecke mit feuchtem unbeheiztem Sand, eine flache Nahrungswanne.

Technisch: Wärmespeicher gibt es in Form von elektrisch genährten Wärmesteinen, durch Wärmematten. Kabel müssen allerdings verdeckt liegen. Wärmelampen hängen von oben in das Terrarium, als Lichtquelle dient eine spezielle Neonröhre.

Der Standplatz des Terrariums sollte möglichst lichtreich sein, besser mit Sonneneinstrahlung.

Bepflanzung ist nicht unbedingt nötig, aber optisch recht schön (z.B. Aechmea, Aloe, Guzmanie, Schefflera oder Sansevieria). Die Pflanzen am besten in einem Tontopf, Erde mit Steinen und Wurzeln abgedeckt.

Landschildkröten im Außengehege

Landschildkröten im Außengehege

Morgens und zwischendurch mit feinem Blumensprüher die Luftfeuchtigkeit erhöhen.

Zu empfehlen ist ein Thermometer, Temperatur 24 – 30 Grad.

Die Schildkröte nie frei in der Wohnung laufen lassen, sehr empfindlich reagieren sie auch auf Zugluft.

Ein Freigehege sollte in ähnlicher Konzeption gestaltet werden; Umrahmung mit Hindernissen, die die Schildkröten nicht überklettern können.

Für kalte Tage dient ein kleines Frühbeet aus Plexiglasscheiben zum Wärmen.

Vorsorge:

Kotprobe zum Tierarzt bringen bei Neuerwerb, nach dem Winterschlaf oder zumindest einmal im Jahr ist anzuraten, um Entwurmungspflicht erkennen zu können. Sollte das Tier irgendwelche Krankheitserscheinungen (z.B. Rotfärbung von Panzerarealen, Inappetenz, trockener Haut …) zeigen, natürlich direkt zum Tierarzt.

Baden: Besser im tönernen Gefäß (z.B. Römertopf) mindestens 1-2 mal die Woche in lauwarmem Wasser (30°). Wasserstandhöhe natürlich nur so, dass der Kopf mühelos über die Wasserfläche gehalten werden kann.

Ernährung:

Schildkröte frisst Disteln, Löwenzahn, Klee, Spitzwegerich und Erdbeerblätter

Schildkröte frisst Disteln, Löwenzahen, Klee, Spitzwegerich und Erdbeerblätter

Die Nahrung muss folgende Kriterien erfüllen:

eiweißarm, kohlenhydratarm, kalorienarm,ballaststoffreich, kalziumreich

Vorsicht: bei einigen käuflichen Fertigfuttermitteln ist der Stärkeanteil (Getreide, Mais..) um die 60%

ab Frühjahr: Ackerdistel, Brennessel, Beinwell, Löwenzahn, Gänseblümchen, Butterblumen, Frauenmantel, Kamille, Nachtkerze, Springkraut, Taubnessel, Vogelmiere, Wegwarte, Breitwegerich, Blätter von Linde, Weide, Weissdorn…

Melde, Huflattich, Dill, Kerbel, Klee, Wiesengras (im Herbst auch als Heu).

Obst nur sehr selten anbieten !! Himbeeren, Äpfel, Birnen …

In der kalten Jahreszeit:

Heu, Romanasalat, Endiviensalat, Frisee,

wenig: Zucchini, Möhren, Gurke, Riesenlöwenzahn, Radischien

Futterzusätze dienen für die ausreichende Versorgung mit Spurenelementen und Mineralien, davon nur ganz geringe Mengen geben. Es sind auch gekochte Hühnereierschalen, sowie Sepiaschalen möglich.

Die gesunde Schildkröte

das schmeckt

das schmeckt

ist munter und neugierig; mit erhaltenem Appetit; der Panzer ist hart und fest, glänzend. Ebenso ist die Haut weich und elastisch.

Die Augen sind klar, blank und weit geöffnet; die Nase ist trocken, keine Bläschen und auch kein Geräusch beim Atmen.

Krallen sind fest sitzend und hornig – elastisch. Der Kot ist geformt und nicht übelriechend.

Ergeben sich Veränderungen –> bitte immer beim spezialisierten Tierarzt überprüfen lassen.

Winterschlaf:

Vor der Überwinterung sollte Mitte/Ende August eine Gesundheitskontrolle (dabei auch Gewichtskontrolle) beim Tierarzt durchgeführt werden

Baden an 3 aufeinanderfolgenden Tagen in 24 – 26 Grad warmem Wasser 10 – 20 Minuten lang, bis der Darm vollständig entleert ist.

Danach Ausschalten der Heizung und Beleuchtung des Terrariums, Zimmertemperatur für 2 – 3 Tage auf möglichst unter 18 Grad.

In einem Kellerraum 0 – 12 Grad Temperatur das Tier (sobald es durch die Maßnahmen eher teilnahmslos erscheint). Die Kiste 70 x 70 cm, Höhe 80 cm aus Brettern.

Ernährung SchildkrötenFüllung: Boden mit 10 – 20 cm hoch mit feuchter Lavaschlacke oder Blähton; darauf 10 cm feuchte Wald – oder Gartenerde; darauf bis 10 cm unter den Kistenrand fast trockenes (aber nicht dürres) Torfmoos und Laub. Das Tier gräbt sich selbst ein. Danach Kiste mit Maschendraht abdecken.

Man kann die Schildkröte auch in einem Kühlschrank überwintern, dieser sollte eine Temperatur zwischen 4-6 ° haben. Aus hygienischen Gründen sollte ein extra Kühlschrank verwendet werden.

Wichtig: kranke und geschwächte Tiere sollten keinen Winterschaf halten. Am Besten wendet man sich bei Gesundheitsfragen an einen Tierarzt.

Zum Thema Winterschlaf gibt es unterschiedliche Ansichte. Da Schildkröten aber wie gesagt meist älter werden als Menschen gibt es keine gesicherten Untersuchungen, die belegen, ob ein Winterschlaf sinnvoll ist oder es besser ohne geht.

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Biodynamische Katzennahrung – selbstgemacht

Die Wildkatze oder wildlebende Katze in freier Natur ist ein Jäger. Ihre Jagd, für die sie oft Stunden verwenden muss, bringt ihr aber meist nur einen kleinen Ertrag: eine Maus, einen kleinen Vogel, eine Eidechse oder Ähnliches. Das steht im krassen Gegensatz zur Ernährung unserer Hauskatzen. Oftmals bekommen sie viel zu große Mahlzeiten. Und wenn sie diese nicht mehr „mögen“ wird etwas Leckereres aufgetischt. Aus diesem Grunde leiden viele Katzen an den gleichen Wohlstandskrankheiten wie der Mensch (z.B. Diabetes mellitus) oder haben Probleme mit ihrem eigenen ganz speziellen Stoffwechsel (Fettleber).

Gut konzipiertes, biodynamisches Trockenfutter ist das, was der natürlichen Ernährung am nächsten kommt. Eine Katze, die nur Trockenfutter bekommt geht 4-5 mal täglich an ihren Napf und frisst ein paar Bröckchen, genau wie sie in der Natur 4-5 x am Tag eine Maus oder Ähnliches fangen würde. Natürlich ist das nicht lecker, und oftmals geht die Katze an den Napf und danach wieder weg, und bettelt ihren Besitzer bis zur Belastbarkeitsgrenze an. Aber hier muss man sich die Frage stellen: möchte ich meine Katze verwöhnen oder gesund erhalten? Der Vergleich zum Menschen besagt folgendes: Leckerli, Dosenfutter etc. sind für die Katze das, was für den Menschen Kuchen oder Fastfood ist. Das kann man mal machen, aber wenn man jeden Tag ein Stück Kuchen isst oder in ein Fastfood-Restaurant geht, wird man schnell die Quittung dafür bekommen.

Laura und OliveEs ist in Mode gekommen, Tiernahrung selbst herzustellen. Man nennt das „BARFen“, wobei das „biologisch artgerechte RohFütterung“ bedeuten soll. Ich warne vor vielen dieser Methoden, da sie nicht das sind was sie versprechen, nämlich biologisch artgerecht. Zum Beispiel frisches Gemüse. Weder in roher, noch in gequirlter oder gekochter Form kann ein Fleischfresser damit etwas anfangen. Nur in vorverdauter Form aus dem Darm seiner Beutetiere verträgt die Katze Zellulose. Ein weiterer heikler Punkt sind die Proteine. Hier ist es wichtig für den Darmtrakt, dass die Zusammensetzung immer gleich ist und nicht zu viel Protein enthalten ist. Bei selbstgemachter Ernährung fast unmöglich.

Desweiteren braucht man einige Stoffe, die in den meisten Komponenten, die zur Herstellung von Futter verwendet werden, nicht enthalten sind: darmaktive Substanzen, kurzkettige Fette, biodynamische Vitamine. Diese müssen unbedingt substituiert werden. Es gibt also die Möglichkeit Katzenfutter selbst herzustellen, allerdings unter sehr strengen Regeln.

Standardisierbarkeit

Das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Proteinen muss 1:2 betragen.

mögliche Kohlenhydratquellen: Reis, Happy dog leichte Flocke, Vet-Concept Vollkornreis oder Kartoffelflocken
mögliche Proteinquellen: Dosenfutter Vet-Concept oder Animonda, Tiefgefrierfleisch, Fleischmischungen mit Rofaseranteil (also zum Beispiel Lamm mit Magenanteilen)

Wichtig ist, immer dieselben Grundlagen zu verwenden und das Mischungsverhältnis konstant zu halten. Am besten stellt man eine gewisse Menge her, die eine zeitlang reicht, und lagert sie im Kühlschrank.

Immer frisch darunter gemischt werden pro Portion (Mausgröße, davon erhalten Katzen 4-5 Portionen täglich):
Darm-Dyn: ¼ Teelöffel
Lachsöl mit Hanf: 2 ml
PK Kräuterhefe: 2 ml oder ½ Tablette

Jetzt besteht „nur“ noch das kleine Problem, dass die Katze dann fressen muss, wenn sie gefüttert wird. Man kann dieses Futter nicht allzu lange stehen lassen. Und welche Katze tut dies? Hinzu kommt, dass die Argumente gegen Trockenfutter nicht auf die biodynamischen Futtermittel zutreffen. Am besten lassen Sie sich diesbezüglich von dem Tierarzt ihres Vertrauens oder den Experten bei www.dasgesundetier.de oder Vet-Concept beraten.

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Das Jemenchamäleon

Chamaeleo Calyptratus

natürliche Verbreitung und Lebensraum: Südeuropa, südl. Teile Spaniens und Portugals, Nordafrika, verschiedene Mittelmeerinseln, Jordanien, Israel, Saudi- Arabien und Jemen

Größe: Weibchen ca. 30cm, Männchen ca. 50cm, die Hälfte der Größe fällt auf den Schwanz

Gewicht: 38-58g (ausgewachsene Tiere)

Lebenserwartung: Weibchen bei vielen Eiablagen ca. 3 Jahre, Männchen etwa 6-7 Jahre

Geschlechtsreife: ab 1 Jahr (Paarung erfolgt im Frühling)
Brutzeit: etwa 6-11 Monate (von Temperatur abhängig)
Anzahl der Eier: bis zu 60 Stück werden etwa 2 Monate nach d. Paarung gelegt

Unterschiede der Geschlechter: Männchen haben einen Sporn mehr an den Hinterfüßen; ihr Helm ist bis zu 8cm groß, das der Weibchen hingegen viel kleiner.

Terrarienhaltung:
Die Terrariengröße für ausgewachsene Tiere sollte bei mindestens 60x60x100cm liegen. Da die Tiere es feucht brauchen (erwachsene Tiere bei 60% Luftfeuchte und Jungtiere bei etwa 80%) empfiehlt sich ein Glasterrarium und kein Holzterrarium (Schimmelgefahr!).

Optimal wäre ein 100W Spotstrahler für erwachsene und ein 40W Spotstrahler für junge Tiere, die im Sommer etwa 9 Std. und im Winter 4-6 Std. in Betrieb sein sollten. Als Tageslichtlampe ist ein HQI-Strahler oder eine Leuchtstoffröhre zu empfehlen (diese mindestens 1x im Jahr austauschen, da sie sonst nicht mehr genügend UV-Strahlen abgeben!). Zusätzliche UVB Lampen sollten auch nicht fehlen und etwa 3 Std. bei erwachsenen Tieren und etwa 12  Stunden bei jungen Tieren leuchten (z.B. Repti Glo 8.0 UVB 30W von Exo Terra bei erwachsenen und bei Nachzuchten bzw. jungen Tieren Radium Ralutec 7W /78, 623). Die Lampen müssen so angebracht werden, dass die Tiere sich daran nicht verbrennen können (evtl. Schutzgitter davor)!

Temperaturen im Sommer: 25-30°C (direkt unter Lampe messen), nachts 18-22°C
im Winter: 20-25°C (direkt unter der Lampe messen), nachts 15-18°C
Der Wechsel von Sommer auf Winter sollte langsam erfolgen. Bei Jungtieren liegt die maximale Temperatur bei 25°C.

Inneneinrichtung:

So fühlt sich ein Jemenchamäleon wohl

So fühlt sich ein Jemenchamäleon wohl

Für den Boden kann ein Erd-Sandgemisch (1:3) genommen oder aber auch im Fachhandel entsprechender Untergrund gekauft werden.

Empfohlene Pflanzen sind Ficus benjamini und Efeutute, da diese nicht nur als Sichtschutz, sondern auch mit ihren frischen Blättern als Nahrungsquelle dienen. Dabei wird der Untertopf um die Pflanze belassen, damit es sich schneller und besser säubern lässt.

Es sollten viele Klettermöglichkeiten angeboten werden, z.b. auch Äste (diese vorher heiß abwaschen und trocknen lassen).

Ernährung:

Das Jemenchamäleon ist omnivor, das heißt sie sind sowohl Fleischfresser (Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Schaben, Rosenkäferlarven, Fliegen) als auch Pflanzenfresser (Benjamini und Efeutute; Banane, Erdbeere, Birne, Melone, Salat, Gurke, Paprika…)

Jungtiere werden täglich gefüttert; erwachsene Tiere ca. alle 2 Tage.

Hauptsächlich sollte man darauf achten, dass 30% Fleisch und 70% pflanzliches verfüttert wird, da die Chitinschicht der Insekten sehr hart und somit schwerer verdaulich ist. Außerdem bekommen sie durch Pflanzennahrung zusätzlich Flüssigkeit.

Für die richtige Flüssigkeitsaufnahme empfiehlt sich eine Tröpfchentränke (Fachhandel), häufiges Sprühen und/oder direktes eingeben per Pipette (wenn die Tiere sich erst einmal daran gewöhnt haben, klappt es wirklich gut!). Es muss normales Wasser gegeben werden, kein destilliertes Wasser, da sie sonst keine Mineralstoffe bekommen!
Vitaminpräparate sollten nicht zu häufig gegeben werden, etwa 1x die Woche (z.B. Korvimin ZVT).

Krankheiten:

Wurmbefall: die Tiere fressen aber nehmen zunehmend ab, haben Kotabsatzprobleme. Eine regelmäßige Stuhlprobe ist empfehlenswert, da durch die Futtertiere auch Würmer übertragen werden. Wenn die Kotprobe positiv ist, muss dies vom Tierarzt behandelt werden.

Milbenbefall: man sieht, dass auf dem Tier kleinere Tierchen laufen oder sich die Haut merklich verändert. Dies sollte der Tierarzt behandeln.

Häutungsprobleme: oftmals durch falsche Temperatureinstellung und zu wenig Luftfeuchte/Flüssigkeit; aber auch durch Vitamin-A-Mangel

Legenot: kommt auch bei Weibchen vor, die sich nicht verpaart haben und äußert sich insofern, dass die Tiere ständig am Boden sind, graben und nach mehreren Tagen immer noch nichts abgelegt haben. In einem solchen Fall sollte direkt der Tierarzt konsultiert werden, da die Eier nach einer gewissen Zeit im Bauchraum faulen, es gibt eine Infektion, die letztendlich zu Organversagen führt und die Tiere sterben.

eingefallene Augen: dies kann mehrere Ursachen haben, ist aber in jedem Fall ein Alarmzeichen (verminderte Futteraufnahme, Organprobleme, Flüssigkeitsmangel); unbedingt Tierarzt konsultieren.

Erwerb:

Am besten erwirbt man ein Chamäleon im Zoofachgeschäft oder bei seriösen Züchtern. Diese lassen nämlich regelmäßig Stuhlproben untersuchen und können einem die richtige Beratung geben bei eventuellen Rückfragen. Außerdem bekommt man einen Erwerbsnachweis.

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