Ernährung des Hundes

 

 

Viele Krankheiten des Hundes sind auf das Überangebot an Nahrung zurückzuführen. In der Natur frisst der Wolf oder der Wildhund ca. 1 x pro Woche. Das was er tagsüber sonst noch so findet sind Kleinigkeiten. So kann sich der Darm immer wieder selbst entschlacken, sprich die Bakterien regeln sich selbst, Darmkeime wie E.coli und Clostridien können sich nicht zu stark vermehren. Erst bei einem Überangebot, wie es bei heutiger Ernährung üblich ist, bilden sich mehr Rückstände im Darm, die Nährboden für ebendiese Bakterien sind. Damit ist es für unsere Hunde sehr wichtig, dass sie bei täglicher Ernährung möglichst hochverdauliche Futtermittel erhalten, die möglichst standardisiert sind. Die Konstanz der Darmflora des Fleischflessers ist genau davon abhängig. Jeden Tag dasselbe hört sich langweilig an, ist aber gesünder. Ein Fastentag ca. alle 2 Wochen ist absolut zu empfehlen. Aus diesen Gründen empfehlen wir prinzipiell die Ernährung von Hunden mit einem gut konzipierten Trockenfutter (z.B. die Supreme-Linie der Firma Happy dog „Neuseeland, „Toskana“ etc., ein Trockenfutter von Vet-Concept oder Trockenfutter von 5E – Das gesunde Tier).

Gesunde Ernährung mit Trockenfutter ist einfach erklärt: maximal die empfohlene Menge Trockenfutter in der Zeit zwischen acht bis siebzehn Uhr (ob man 1 x tgl. füttert oder mehrere Portionen am Tag ist nicht wichtig, der Hund darf das selbst entscheiden), nicht einweichen, Wasser separat, 10 kleine Leckerli tgl. (kleinfingernagelgroße Stückchen getrocknetes Fleisch z.B. Lammleckerli), abends eine Kaueinheit (getrocknete Kauartikel wie Ochsenziemer o.Ä.).

In Ausnahmefällen hat sich selbstgemachte biodynamische Ernährung bewährt, dabei gibt es allerdings aufgrund der Verdaulichkeit einige Regeln zu beachten und wichtige Zusätze hinzuzufügen.

  1. stabile Rezepturen – wie gesagt reagiert die Darmflora des Fleischflessers sehr sensibel auf Veränderungen, also sollte die Zusammensetzung des Futters immer gleich sein, am besten stellt man eine größere Menge der Mischung her und teilt sie dann auf.
  2. richtige Zusammensetzung – das Verhältnis von Eiweiß, Kohlenhydraten und Fetten ist sehr wichtig. Zu viel von dem einen, zu wenig von dem anderen fördert die Bildung von Rückständen im Darm und damit das Bakterienwachstum. Kohlenhydrat- und Proteingrundlage sollte 1:1 gemischt werden (Fette sind in beiden Komponenten genügend vorhanden)
  3. nicht zu viel – hier besteht ein Hauptproblem bei selbstgemachter Hundenahrung. Von Natur aus hat der Hund ein sehr spätes Sättigungsgefühl. Das liegt daran, dass der Wildhund/Wolf ca. 1 x pro Woche frisst, sich dann aber sattfrisst. Das heißt die meisten Hunde können mehr fressen als ihnen gut tut. Entscheidend beim Hund ist letztendlich das Volumen. Ein Hund von ca. 10 kg erhält tgl. ca. 1 gute Männerhand. Die Gewichtskontrolle verrät, ob die Dosierung nach oben oder unten angepasst werden muss.
Substanzen Darmaktivierungskur

Substanzen Darmaktivierungskur

Rezeptur

Kohlenhydratgrundlagen: weichgekochter Reis, Happy dog „leichte Flocke“, Vet-Concept Grain-Flakes, Vollkornreis, Hirse, Weizenkleie

Proteingrundlagen: tiefgefrorene Fleischmischung (wichtig ist die Mischung, sollte auch Magen enthalten, nicht reines Protein), Rinti-Dose, Vet-Concept Dose

Kohlenhydratgrundlage und Proteingrundlage 1:1 mischen, dann folgende Substanzen daruntermischen

Darm-Dyn: 1 Esslöffel pro 10 kg>
PK Kräuterhefe: 2-3 ml pro 10 kg
Lachsöl mit Hanf: 1 Pumpenstoß pro 10 kg

Fütterung: möglichst 1 x tgl., maximal 2 x tgl., nicht nach 18 Uhr

häufige Fehlerquellen

zu viel Protein: Protein ist eine Hauptnahrungsquelle für Darmkeime des Fleischfressers, wenn Protein nicht komplett verdaut wird führt dies zu Bakterienwachstum im Darm

Feuchtfutter/Trockenfutter einweichen: das Wasser umgibt die Proteine, die Magensäure möchte diese Proteine aber vorverdauen, denaturieren, wenn dies nicht vollständig passiert, wird entweder mehr Magensäure produziert als notwendig, es kommt zu Magenschleimhautreizungen, oder die Proteine kommen schlecht vorverdaut in den Darmtrakt, dort bilden sie dann wieder unnötige Rückstände und damit Nahrung für Faekalkeime. Wasser sollte trotzdem separat immer zur Verfügung stehen. Die meisten Hunde trinken nicht zeitgleich mit dem Fressen, aber manchmal braucht der Magen ein bischen Wasser. Der Hund kann das sehr gut selbst einschätzen.

Gemüse- oder Obstzusätze: der Fleischflesser hat kein Enzym, um Pflanzenkost zu verdauen, pflanzliche Zellen bestehen zu 90% aus Zellulose. Bei den Pflanzenfressern wird diese Zellulose von bestimmten Darmbakterien gespalten und so für den Körper nutzbar gemacht. Diese Bakterien sollten im Fleischfresserdarmtrakt allerdings nicht vorkommen.

Leckerli/vom Tisch: bedenken sie, dass jedes Leckerli von der Hauptnahrung abgezogen werden muss, aufgrund seines starken Proteingehalts ungefähr in doppelter Menge. Wir empfehlen möglichst kleine trockene Leckerli. Es gibt aus jedem Protein ca. kleinfingernagelgroße Stückchen getrocknetes Fleisch, davon 5-10 Stück pro Tag reichen als Belohnung, auch aus Erziehungsgründen, zu häufige Belohnung stumpft ab. Abends einen Kauknochen.

Machen Sie sich doch mal den Spaß und rechnen Sie die Futter- und Leckerlimenge ihres Hundes auf ihr Gewicht hoch. Ein 10kg Hund soll ca. 150g Trockenfutter täglich fressen. Das entspricht bei einem „normalen Menschen“ von ca. 70kg ca. 1 kg, wohlgemerkt Trockenfutter. Dann noch ein paar Leckerli, also ein daumenstück großes Stück Fleischwurst entspricht ca. 1 Tafel Schokolade. Dann wird das Überangebot, mit dem unser Freund täglich konfrontiert wird, sehr schnell klar.

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Biodynamische Katzennahrung – selbstgemacht

Die Wildkatze oder wildlebende Katze in freier Natur ist ein Jäger. Ihre Jagd, für die sie oft Stunden verwenden muss, bringt ihr aber meist nur einen kleinen Ertrag: eine Maus, einen kleinen Vogel, eine Eidechse oder Ähnliches. Das steht im krassen Gegensatz zur Ernährung unserer Hauskatzen. Oftmals bekommen sie viel zu große Mahlzeiten. Und wenn sie diese nicht mehr „mögen“ wird etwas Leckereres aufgetischt. Aus diesem Grunde leiden viele Katzen an den gleichen Wohlstandskrankheiten wie der Mensch (z.B. Diabetes mellitus) oder haben Probleme mit ihrem eigenen ganz speziellen Stoffwechsel (Fettleber).

Gut konzipiertes, biodynamisches Trockenfutter ist das, was der natürlichen Ernährung am nächsten kommt. Eine Katze, die nur Trockenfutter bekommt geht 4-5 mal täglich an ihren Napf und frisst ein paar Bröckchen, genau wie sie in der Natur 4-5 x am Tag eine Maus oder Ähnliches fangen würde. Natürlich ist das nicht lecker, und oftmals geht die Katze an den Napf und danach wieder weg, und bettelt ihren Besitzer bis zur Belastbarkeitsgrenze an. Aber hier muss man sich die Frage stellen: möchte ich meine Katze verwöhnen oder gesund erhalten? Der Vergleich zum Menschen besagt folgendes: Leckerli, Dosenfutter etc. sind für die Katze das, was für den Menschen Kuchen oder Fastfood ist. Das kann man mal machen, aber wenn man jeden Tag ein Stück Kuchen isst oder in ein Fastfood-Restaurant geht, wird man schnell die Quittung dafür bekommen.

Laura und OliveEs ist in Mode gekommen, Tiernahrung selbst herzustellen. Man nennt das „BARFen“, wobei das „biologisch artgerechte RohFütterung“ bedeuten soll. Ich warne vor vielen dieser Methoden, da sie nicht das sind was sie versprechen, nämlich biologisch artgerecht. Zum Beispiel frisches Gemüse. Weder in roher, noch in gequirlter oder gekochter Form kann ein Fleischfresser damit etwas anfangen. Nur in vorverdauter Form aus dem Darm seiner Beutetiere verträgt die Katze Zellulose. Ein weiterer heikler Punkt sind die Proteine. Hier ist es wichtig für den Darmtrakt, dass die Zusammensetzung immer gleich ist und nicht zu viel Protein enthalten ist. Bei selbstgemachter Ernährung fast unmöglich.

Desweiteren braucht man einige Stoffe, die in den meisten Komponenten, die zur Herstellung von Futter verwendet werden, nicht enthalten sind: darmaktive Substanzen, kurzkettige Fette, biodynamische Vitamine. Diese müssen unbedingt substituiert werden. Es gibt also die Möglichkeit Katzenfutter selbst herzustellen, allerdings unter sehr strengen Regeln.

Standardisierbarkeit

Das Verhältnis von Kohlenhydraten zu Proteinen muss 1:2 betragen.

mögliche Kohlenhydratquellen: Reis, Happy dog leichte Flocke, Vet-Concept Vollkornreis oder Kartoffelflocken
mögliche Proteinquellen: Dosenfutter Vet-Concept oder Animonda, Tiefgefrierfleisch, Fleischmischungen mit Rofaseranteil (also zum Beispiel Lamm mit Magenanteilen)

Wichtig ist, immer dieselben Grundlagen zu verwenden und das Mischungsverhältnis konstant zu halten. Am besten stellt man eine gewisse Menge her, die eine zeitlang reicht, und lagert sie im Kühlschrank.

Immer frisch darunter gemischt werden pro Portion (Mausgröße, davon erhalten Katzen 4-5 Portionen täglich):
Darm-Dyn: ¼ Teelöffel
Lachsöl mit Hanf: 2 ml
PK Kräuterhefe: 2 ml oder ½ Tablette

Jetzt besteht „nur“ noch das kleine Problem, dass die Katze dann fressen muss, wenn sie gefüttert wird. Man kann dieses Futter nicht allzu lange stehen lassen. Und welche Katze tut dies? Hinzu kommt, dass die Argumente gegen Trockenfutter nicht auf die biodynamischen Futtermittel zutreffen. Am besten lassen Sie sich diesbezüglich von dem Tierarzt ihres Vertrauens oder den Experten bei www.dasgesundetier.de oder Vet-Concept beraten.

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