Die Granne

Geschrieben von Mitarbeiterin Nantje Pfaffmann ; auf den Bildern Hund Leo von Carolin Reinig ; Fotografie Irina Simon

Die Sommergefahr im hohen Gras

Caroline R. Hund Leo , Fotografie Irina Simon
  • Was ist eine Granne eigentlich

Die sogenannte Granne ist ein Fortsatz eines Pflanzenorgans wie z.B. Gerste oder Roggen. Als Samen hat sie die Funktion die Verbreitung ihrer Pflanzengattungs zu fördern. Sie ist also von der restlichen Pflanze leicht abtrennbar. Durch den borstigen, spitzen und verzweigten Aufbau der Granne ist es ihr möglich, ihren Wachstumsradius zu vergrößern.

Grannenorgan
  • Warum ist sie so ein Risiko für meinen Hund ?

Grannen bleiben bei unseren Vierbeinern beim Vorbeistreifen im Fell hängen. Ihre Widerhaken machen das Abschütteln für den Hund oft unmöglich. Durch Schütteln und Bewegung des Tieres kann das Pflanzenstück noch tiefer in das Fell und somit auch in die Haut eindringen. Das spitze Endstück ermöglicht es Hindernisse wie Haut zu durchstechen.

An den Pfoten bohren sich die Grannen bevorzugt in die Zwischenzehenhaut und wandern unter die Haut nach oben. Schwellung und Rötung sowie Schmerz zwischen den Zehen bringt dieser Vorgang mit sich.

Als würde das nicht genügen ist die Granne auch oft in anderen Körperöffnungen wie Nase,Augen,Ohren und dem Maul zu finden . Auch am Körper sind Grannen manchmal unter den Achseln zu finden.

Dringt sie in diese Bereiche des Körpers ein ist sie selbstverständlich sehr unangenehm und ruft Entzündungen hervor. Sympthome die auf ein Grannenproblem hinweisen sind zum Beispiel :

  • Vermehrtes Niesen, (blutiger) Nasenausfluss
  • Intensives Kratzen/Belecken einer bestimmten Körperregion
  • Köpfschütteln, -schiefhaltung, Ohrenschlackern
  • Lahmheit
  • Augenausfluss, geschwollene oder rote Augen
Granne in der Pfote
  • Was sie tun können !

Wenn sie eine Granne entdecken, die sich im Fell verfangen hat ist es zu empfehlen diese umgehend zu entfernen. Ist die Granne bereits in Haut oder Körperoffnung eingedrungen heißt es :“Ab zum Tierarzt!“

Dort können wir den Störenfried ausfindig machen und fachgerecht und mit den richtigen Utensilien oder Geräten sowie im Extremfall chirurgischen Mitteln entfernen. Auch die Nachsorge der womöglich hinterlassenen Wunden oder Entzündungen wird bei uns abgeklärt.

Vermeiden sie am besten Spatziergänge im hohen Gras oder das Rumtollen im Feld. Durchsuchen sie im Sommer nach dem Rausgehen das Fell ihres Lieblings um Eindringen der Grannen in die Haut zu vermeiden.

Carolin R. Hund Leo

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