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In eigener Sache zum Impfangebot für Tierärzte

Der neueste Stand

Die Zahlen steigen, es scheint endlich Schwung in die Impfkampagne der Bundesregierung zu kommen. Nachdem die Hausärzte integriert wurden, konnten an einem Tag doppelt so viele Menschen geimpft werden wie an den Tagen zuvor. Aber längst nicht jeder für die Impfung priorisierte Patient will sich impfen lassen, und längst nicht jeder Impfwillige hat in absehbarer Zeit ein Impfangebot. Und natürlich muss es in einem solidarischen System immer jemanden geben, der verzichtet, zum Vorteil der Allgemeinheit. Und natürlich wird es in jedem solidarischen System Menschen geben, die eben nicht verzichten, sondern das System zu ihrem individuellen Vorteil ausnutzen. All das ist bekannt, und man hätte vieles bei der Organisation rund ums Impfen besser machen können, aber darum soll es gar nicht gehen.

Ich möchte einfach hier, im Namen meiner Mitarbeiter unsere Situation und unser Bedürfnis uns besser zu schützen, darstellen. Möglichst kurz und verständlich. Denn natürlich können wir uns schützen durch Kontaktvermeidung. Dabei gehen wir schon Kompromisse ein, wenn wir nur einen Besitzer pro Patient zulassen. Die Alternative und der für uns bessere Infektionsschutz wäre, keinen Besitzer in unseren Räumlichkeiten zuzulassen. Das jetzige Vorgehen stößt dabei schon häufig auf Unverständnis und wir sehen uns oftmals in Diskussionen verwickelt, die nicht nur Zeit, sondern den durch die allgemeinen Arbeitsbedingungen durch die Pandemie besonders belasteten Mitarbeitern Nerven kosten. Natürlich sehen auch wir die Notwendigkeit, dass nicht wenige Patienten durch die Anwesenheit einer Vertrauensperson deutlich besser zu behandeln sind. Es ist also ein ziemlich extremer Spagat zwischen Eigenschutz und Eingehen auf die Situation. Und ja, wir haben klare Regeln, in dem Bewusstsein, dass sie manchem absolut nicht gerecht werden, aber die Situation lässt sich leider nur so regeln.

Ein ziemlich großer Fortschritt wäre, wenn wir alle geimpft wären. Nicht nur die Angst eines Totalausfalls wäre dann behoben, sondern auch die Sicherheit, dass wir selbst nicht mehr schwer an COVID19 erkranken, wenn wir uns und trotz Schutzmaßnahmen infizieren. Aus dieser Angst heraus arbeiten wir in zwei Teams. Damit bei einem Infektionsfall zumindest ein Team die absolut notwendige Versorgung unserer Patienten gewährleisten kann. Dadurch entstehen zwei Tagesschichten, die oft ohne Pause oder mit mehreren kleinen Pausen überstanden werden müssen. Eine zusätzliche Belastung für alle Mitarbeiter.

Leider ordnet das zuständige MSDAG (Ministerium für Soziales, Demografie, Arbeit und Gesundheit) des Landes Rheinland-Pfalz Tierärzte keiner Priorisierungsgruppe zu. Und das obwohl viele Kollegen wie wir auch seit Beginn der Pandemie zum Schutz der Haustiere (und der Tiere die Lebensmittel liefern) ihre eigene Gesundheit und die ihrer Mitarbeiter hinten anstellen. Vielfach angebotene Hilfen wurden ausgeschlagen. Wir selbst haben sowohl dem MSDAG als auch der Stadt Ludwigshafen Hilfe beim Organisieren, Impfen und Testen angeboten. Organisatorische Hilfe wäre wohl am dringendsten gewesen, beweisen Tierärzte doch seit mittlerweile mehr als einem Jahrhundert, dass sie Seuchen bekämpfen und zur Not „Tag und Nacht durchimpfen, auch am Wochenende, wie wir das bei der Maul- und Klauenseuche gemacht haben“ wie ein betagter Kollege vor Kurzem im Fernsehen aussagte. Die Blauzungenkrankheit vor ein paar Jahren ist ein weiteres Beispiel aus dem „Großtiersektor“. Aber auch das unermüdliche Impfen zum Beispiel gegen Tollwut hat diese Zoonose heutzutage zu einer Randerscheinung werden lassen. Ein Ausbruch von Herpesviren Anfang Februar bei einem großen Pferdeturnier in Barcelona konnte allein durch Quarantänemaßnahmen eingedämmt werden. Farinesshalber muss man sagen, dass die Pferdewelt für solche Fälle vorbereitet ist und zum Großteil Automatismen greifen. Aber auch von dieser Kenntnis hätte man profitieren können.

unsere praxiseigene Corona-Teststation

Derweil bleibt uns und unseren Kunden nur auf die Angebote durch Apps (LUCA, Corona-Warn-App) und durch regelmäßiges Testen einen zumindest den Mindestanforderungen genügenden Schutz aufzubauen. Unsere Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich jeden Tag selbst zu testen. Unser Glück ist, dass wir alle geübt sind im Umgang mit Schnelltests. Viele tierische Schnelltests funktionieren gleich, ungewohnt ist nur die Probenentnahme, aber das halten wir aus. Die meisten testen sich zwei mal pro Woche, da wir durch unsere auch private Kontaktbeschränkung ein sehr geringes Risiko aufweisen, wie wir auch durch die Corona-App immer wieder angezeigt bekommen.

Hier noch der Link zum vollständigen Artikel in der Rheinpfalz

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