Thrombozytentherapie

 

Die Blutplättchen (Thrombozyten) sind die kleinsten Blutkörperchen im Blut. Sie spielen vor allem eine entscheidende Rolle bei der Blutungsstillung, indem sie sich in den Defekt reinlegen und durch Plasmastoffe miteinander verklebt werden. Aber auch bei anderen Reparationsvorgängen im Körper sind sie massgeblich beteiligt. Zudem schütten sie eine Reihe von immunmodulatorischen und gerinnungsfördernden Stoffen aus. Diese Eigenschaften kann man sich zunutze machen um chronische Verletzungen oder Krankheiten im Körper zu heilen.

Dabei muss zunächst Thrombozytenplasma gewonnen werden. Durch bestimmte Filter oder spezielle Blutröhrchen lassen sich die Thrombozyten vom restlichen Blut trennen. Es ergibt sich ein Thrombozytenkonzentrat, was an die zu behandelnde Stelle gebracht werden muss. Einsatzgebiete dieser Therapie sind unter anderem Knorpelschäden, Sehnenverletzungen oder schlecht heilende Wunden.

Arthrose Knie

Arhtrose im Knie, ein klassisches Einsatzgebiet für die Thrombozytenplasmatherapie

Beim Pferd lassen sich zum Beispiel so sehr ergiebig chronische Sehnendefekte heilen, beim Kleintier wird diese Therapieform meist in Gelenken angewandt, zum Beispiel bei Osteochondrosis dissecans (OCD). Zuletzt gab es sogar außerordentliche Erfolge bei der Behandlung des Kreuzbandrisses beim Hund. Ohne Operation wurde hier Thrombhozytenplasma in das Gelenk gespritzt. Der klinische Erfolg war so herausragend, dass man in der Mehrheit der Fälle auf eine Operation verzichten konnte. Vor allem für alte Patienten eine spannende Alternative zur OP.

Im Gelenk oder an der veletzten Stelle fangen die körpereigenen Thrombozyten sofort an die Reparationsprozesse zu starten. Durch die von ihnen ausgeschütteten entzündungshemmenden und immunsmodulatorischen stoffe kommt es meist direkt zu einer Verbesserung der Symptomatik.

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Vorsicht mit Lametta

Eindeutig auf dem Röntgenbild zu erkennen: Lametta

Katzen lieben es mit sogenanntem Lametta oder Engelshaar zu spielen. Leider gelangt es oft während dem Spielen ins Maul und wird versehentlich abgeschluckt. Schon ein einzelner Faden kann sich in den Darmschlingen so verfangen, dass ein Ileus (Darmverschluss) entsteht. Gelangen mehrere Engelshaare in den Darm, verknäueln sie und können von der Darmperistaltik nicht weitergeschoben werden, wie in unserem aktuellen Fall. Hier hilft nur noch eine Notoperation. Über einen Bauchschnitt wird das veränderte Darmstück aufgesucht und eröffnet. Das Engelshaar muss vorsichtig aus den Darmschlingen gelöst werden. Der Darm wird dann in insgesamt vier Schichten vernäht und der Bauch verschlossen. Der Patient durfte in diesem Fall drei Tage nichts fressen, weil das Lametta sich im Zwöffingerdarm, also recht weit vorne, verfangen hatte. Zu frühe Nahrungsaufnahme würde die Darmnaht belasten.

Das Engelshaar, nachdem es aus dem Darm entfernt wurde

Bitte bewahren Sie ihren Stubentiger vor diesem Szenario und verzichten Sie auf Lametta, wenn eine Katze in der Nähe ist.

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Operation von Grace

Grace ist im Jahre 2010 in Rumänien geboren. Sie hatte dort eine schlimme Zeit und kam Mitte 2013 in die Tötung, wo Sie gequält und misshandelt wurde. Dabei verlor Grace ein Augenlicht. Herrchen Karl, der auf die Hündin aufmerksam geworden ist, setzte sich für den Hund ein. Im November 2013 kam sie in die Quarantäne, wurde entwurmt, geimpft und kastriert, erhielt einen EU Tier Ausweis und kam nach Deutschland. Bis jetzt hatte Sie eine schöne und glückliche Zeit mit Herrchen und Kumpel Karl.

Leider bekam Grace vor einem Jahr am Bauch kleine kahle Stellen.  Vor ca.  3 Monaten bildete sich auf dem Rücken der Hündin ein kleines Geschwür. Natürlich war Karl bei verschiedenen Tierärzten und Grace bekam Medikamente, doch wurde immer klarer, dass eine OP nicht zu vermeiden war. Von Tag zu Tag wurde dieses Geschwür grösser und wuchs in den letzten Tagen rasant weiter. Inzwischen war es honigmelonengroß. Am Donnerstag den 29.09.2016 wurde dann Grace Lungen geröntgt und da ist Gottseidank alles ok. Eigentlich sollte die OP schnell gemacht werden, aber Herrchen bekommt nur eine geringe Erwerbslosen Rente.

Der Tumor von Grace wog 400 Gramm

Der Tumor von Grace wog 400 Gramm

Jetzt kam der Tierschutzverein Hilfe fuer Pfoten e.V. Stuttgart ins Spiel. In einer Spendenaktion wurde genug Geld gesammelt um erst mal die Operation auf die Beine zu stellen. Leider zeigte sich, dass inzwischen nicht nur der Tumor noch ein Stück gewachsen war, sondern sich auch viele Knoten in der Haut gebildet haben. Es besteht der hochgradige Verdacht auf ein metastasierendes Sarkom. Trotzdem entschieden wir uns, Grace nicht schlafen zu lassen, sondern es zu versuchen. Der Tumor wurde entfernt und Grace erhält Medikamente, finanziert über die Spendenaktion. Leider wird vermutlich noch mehr Geld nötig sein. Weitere Informationen gibt es zum Beispiel in der Facebookgruppe „Hündin Grace hat Krebs“

Wenn Sie Grace unterstützen möchten, bitten wir um eine Spende:

Tierschutzverein Hilfe fuer Pfoten e.V. Stuttgart
Spendenkonto:
Volksbank Zuffenhausen eG
IBAN: DE 036 009 030 004 379 590 07
BIC: GENODES 1 ZUF
BLZ: 600 903 00

Paypal: hilfe-fuer-pfoten-ev@gmx.de (bitte Freunden an Freunden anklicken, so entstehen keine Gebühren)

Verwendungszweck: Grace

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Otto darf leben

Ottos Hüften

Ottos schwerwiegender Hüftbefund

Winter 2015/16 in Brasov/Rumänien: Otto, ein kleines Fellbündel mit schwarzen Haaren erblickt das Licht der Welt. Keiner ahnt, welch schweren Weg der kleine Hund noch vor sich haben wird. Zunächst entwickelt er sich ganz normal zu einem liebenswürdigen und verspielten Welpen, seine Intelligenz blitzt schon das ein oder andere Mal durch. Doch irgendetwas stimmt mit seinem Laufen nicht. Er wackelt ganz arg mit dem kleinen Po und teilweise meint man, er habe Schmerzen bei bestimmten Bewegungen, manchmal will er nicht auftsehen. Die Diagnose ergibt sich nach einem Besuch bei einem rumänischen Tierarzt: schwere Hüftgelenksdysplasie. Die Besitzer in Rumänien haben kein Geld die OP vor Ort zu bezahlen. Also wenden sich Freunde der Familie an Dani Cammaleri, eine Tierschützerin in Deutschland, die dort, in Rumänien, schon ein mal bei einem anderen Hund geholfen hatte. Zunächst sollte Otto in Rumänien operiert werden, allerdings hätte er eine Wartezeit von über sechs Monaten gehabt. Inzwischen machten sich die Besitzer vor Verzweiflung schon Gedanken über eine Euthanasie. Also wurde alles vorbereitet für die Ausreise von Otto.

Dani mit Rudel und Otto

Dani und ihr Rudel mit Otto

In Deutschland angekommen gab es zunächst ein paar Komplikationen in dem Rudel von Dani. Otto legte sich mit dem Rudelführer an und es kam dauernd zu Beißereien auch mit den anderen Rudelmitgliedern. Schließlich kam er in eine Pflegestelle zu Roland mit zwei weiteren Hunden, die ihn sofort aufnahmen und wo er letztendlich für immer bleiben kann. Während seiner Zeit in Deutschland wurde über den Verein „Hilfe für Pfoten e.V. Stuttgart“ eine Spendenaktion für Otto ins Leben gerufen, um ihm eine Operation für die Hüften zu ermöglichen. Vor allem der Vorsitzende des Vereins Herbert Jaddatz setzte sich unermüdlich für Otto ein. Laura stellte den Kontakt zur Tierarztpraxis im Kölle-Zoo her und die Aktion nahm Fahrt auf. Innerhalb von 1 Woche konnten genug Spenden gesammelt werden, um Otto die Operation in Ludwigshafen zu ermöglichen.

Roland mit Otto

Roland und Otto

Am Donnerstag, den 14. Juli, war es dann so weit. Otto erschien pünktlich und frohgelaunt zur Operation. Die Einschlafspritze hat er uns zwar etwas übel genommen, aber das war schnell wieder vergessen. In einer dreistündigen Operation wurden beide Hüften mit einem Kompaktatransplantat, einem Laserblock und einer Kapselraffung behandelt. Die Operation ist erstmals beschrieben von einem der führenden Ganzheitstiermediziner Deutschlands: Thomas A. Backhaus praktiziert in seiner Praxis in Longuich mit einem europaweiten Ruf. Nach der OP wurde Otto mit „neuen Hüften“ wach, das irritierte ihn etwas. Die Narbe zwickte noch und die Hüftköpfe rutschten nicht mehr so durch die Pfanne. Zur Sicherheit blieb er noch eine  Nacht bei uns und wurde am Freitagmorgen als freudiger Patient entlassen.

Pflegestelle

Otto und seine neue Freundin

Wir wünschen Otto ein sorgen- und schmerzfreies Leben und bedanken uns bei allen Beteiligten für ihre selbstlose Arbeit.

Herbert mit Otto

Herbert und Otto

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Blasenstein beim grünen Leguan

Momentaufnahme während der OP

Momentaufnahme während der OP

Der grüne Leguan sollte in Gefangenschaft rein vegetarisch ernährt werden. Sicher verabscheuen die meisten Exemplare auch eine Grille, Heuschrecke oder kleine Maus nicht, aber zu viel Protein kann zu starken Stoffwechselproblemen führen. Vor allem ist hier die Gicht zu nennen, aber auch die harnableitenden Organe können betroffen sein, wie dieser Fall zeigt.

Im Vergleich zum Patient

Im Vergleich zum Patient

Der Iguana iguana fiel dadurch auf, dass er seit ca. 1 Monat weniger fraß, zuletzt verweigerte er die Nahrungsaufnahme komplett. Dadurch war er abgemagert und auch nicht mehr so lebendig wie sonst. Das Röntgenbild brachte die Diagnose ans Licht: ein riesengroßer Blasenstein. Der Patient landete sofort auf dem OP-Tisch, wo wir die Größe des Steins noch ein mal dokumentierten. Nach der Rekonvaleszenz ging es ihm gut, er legte wieder Gewicht zu und dank unserer Ernährungstipps gab es auch kein Rezidiv.

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