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Impfen oder Testen?

Impfen oder Testen?

Moderne Impfstrategien für Hund und Katze

Genährt von vielerlei vermischten Informationen aus dem Internet fragen sich Besitzer von Hund und Katze, ob eine regelmäßige Impfung Sinn macht. Auf der einen Seite möchte man seinen Liebling nicht überimpfen, also unnötige Impfungen ersparen. Auf der anderen Seite strebt man einen möglichst sicheren Impfschutz an, schließlich sind es tödliche Krankheiten gegen die man impft.

Aus medizinischer Sicht stellt sich schließlich die Frage: hat mein Patient genügend Antikörper, dass ich ihm die jetzige Impfung ersparen kann?

Bisher waren wir diesbezüglich auf die Angaben der Impfstoffhersteller angewiesen und mussten uns an das vorgesehene Impfschema halten. Schließlich ist es eine Frage der Verantwortung, wenn man ein Tier nicht impft, und es hat am Ende nicht genügend Schutz. Und erkrankt im schlimmsten Fall. Deshalb haben bisher die meisten Tierbesitzer verantwortungsbewusst gehandelt und ihre Tiere impfen lassen, obwohl es eventuell nicht nötig war. Aber Sicherheit geht vor.

Neuerdings gibt es für die Krankheiten Staupe, Hepatitis und Parvovirose beim Hund (Calici-, Herpes- und Parvoviren bei der Katze) einen Antikörpertest, der ein Ergebnis liefert, ob ein genügend sicherer Impfschutz vorliegt. So stellt man fest, ob eine Impfung notwendig ist oder nicht.

Leider gibt es diesen Test nicht für die Impfungen gegen Leptospirose, Parainfluenza (Hund) und Tollwut (Leukose und FIP bei der Katze). Die ersten beiden Krankheiten müssen nach wie vor einmal jährlich, die Tollwut alle 3 Jahre geimpft werden. Bei der Tollwut spielen ja auch rechtliche Bedingungen wie Reiseverkehr und Versicherungsschutz eine Rolle.

Der Test kann in der Praxis vorgenommen werden, es müssen also keine Proben eingeschickt werden. Allerdings ist das Prozedere sehr arbeitsaufwendig. Die Untersuchung eines Patienten dauert ca. 40 Minuten. Dafür kann man aber bis zu 12 Proben (also 12 Patienten) in einem Arbeitsgang erledigen. Das dafür benötigte Serum (Blutprobe) darf nicht älter als drei Tage sein.

Was bedeutet das für die Praxis?

Es bleibt weiterhin bei einer jährlichen Impfung für Freigängerkatzen (Leukose und FIP) und Hunde (Parainfluenza und Leptospirose). Für die Krankheiten, die alle 3 Jahre geimpft werden (bei Freigängerkatzen alle 2 Jahre) gibt es die Tests. Man kann als Besitzer also sicher gehen, indem man bei Hunden und Wohnungskatzen nach 3 Jahren (bei Freigängerkatzen nach 2 Jahren) einen Test machen lässt. Man erhält dann für jede einzelne Krankheit eine Aussage, ob ein ausreichender Impfschutz vorliegt.

Bei der Katze ist es so, dass sobald ein Impfschutz für eine Krankheit erloschen ist, man alle drei Krankheiten wieder auffrischen muss. Beim Hund kann man Staupe alleine oder in Kombination mit Parvo als Einzelimpfung impfen. Sollte ein geeigneter Impfschutz gegen Hepatitis nicht mehr vorhanden sein, müssen alle drei Krankheiten nachgeimpft werden.

Der Test kostet inkl. Blutentnahme 81,75 Euro und erfolgt nach vorheriger terminlicher Absprache, da wir bemüht sind, mehrere Probanden in einem Durchgang zu testen. Der nächste Test findet am Donnerstag, den 8. Februar, statt. Die Blutentnahme kann von Montag (5.2.) bis Donnerstagvormittag (Terminabsprache) erfolgen.

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