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Interne Fortbildung

Unsere Mitarbeiter mit Frau Selinger

Am Dienstag, den 18. Juli 2017, durften wir uns über den Besuch von Frau Selinger (Fa. Heel) freuen. Neben Pizza und frischen Getränken für alle Mitarbeiter brachte Sie uns Informationen über die Behandlung von Traumata und chronischen Gelenkproblemen mit. Aufmerksam lauschten alle Mitarbeiter ihren Worten über die einzelnen Wirkmechanismen vor allem der Komplexpräparate aus dem Hause Heel. Vermutlich kennen viele Menschen die Hauptprodukte Traumeel und Zeel, die aber mit etlichen anderen Medikamenten je nach Befund und Diagnose kombiniert werden können. Viele Informationen konnten so vertieft werden und so mancher neue Therapiansatz wurde entdeckt.

Wir bedanken uns bei Frau Selinger und der Firma Heel für diesen interessanten Abend. In unserem ganzheitlichen Ansatz haben die Heel-Produkte weiterhin einen festen Platz.

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NEU! Impfung gegen RHD2

 

Im Bereich der Impfungen gegen Kaninchenkrankheiten hat sich in den letzten Jahren sehr viel getan. Zunächst wurde vor ein paar Jahren der Infektionsdruck der Myxomatose so groß, dass wir vom halbjährlichen Rhythmus auf vierteljährlich umstellen mussten. Dann entwickelte sich vor ca. zwei Jahren ein sehr infektiöser Stamm der RHD in Frankreich und hat mittlerweile auch unsere Gefilde erreicht. Bisher konnten wir uns hier auch nur durch häufigeres Impfen (halbjährlich statt jährlich) des bekannten Impfstoffes verlassen oder der neue Stamm musste separat und zusätzlich zu den üblichen Impfungen geimpft werden. Inzwischen gibt es aber einen in Deutschland erhältlichen Impfstoff, der beide Stämme abdeckt und als sicher getestet wurde.

Der neue Impfstoff, der ab sofort auch bei uns verfügbar ist, hat den großen Vorteil, dass er mit einer Impfung alle beiden Stämme abdeckt. Bisher war es immer notwendig, neben der „normalen“ RHD-Impfung eine weitere Impfung gegen den neuen Stamm durchführen zu lassen. Eine einmalige Impfung schützt ein Jahr lang vor der Infektion mit RHD1 und RHD2, es muss keine Auffrischung stattfinden. Auf die anderen Impfungen hat der neue Impfstoff keinerlei Auswirkungen, sie können also wie gewohnt fortgeführt werden.
Bitte vereinbaren Sie Termine in unseren Kaninchenimpfsrpechstunden dienstags und mittwochs jeweils von 16 Uhr bis 20 Uhr.
Hier gibt es Informationen zu allen Kaninchenimpfungen.

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Vorsicht mit Lametta

Eindeutig auf dem Röntgenbild zu erkennen: Lametta

Katzen lieben es mit sogenanntem Lametta oder Engelshaar zu spielen. Leider gelangt es oft während dem Spielen ins Maul und wird versehentlich abgeschluckt. Schon ein einzelner Faden kann sich in den Darmschlingen so verfangen, dass ein Ileus (Darmverschluss) entsteht. Gelangen mehrere Engelshaare in den Darm, verknäueln sie und können von der Darmperistaltik nicht weitergeschoben werden, wie in unserem aktuellen Fall. Hier hilft nur noch eine Notoperation. Über einen Bauchschnitt wird das veränderte Darmstück aufgesucht und eröffnet. Das Engelshaar muss vorsichtig aus den Darmschlingen gelöst werden. Der Darm wird dann in insgesamt vier Schichten vernäht und der Bauch verschlossen. Der Patient durfte in diesem Fall drei Tage nichts fressen, weil das Lametta sich im Zwöffingerdarm, also recht weit vorne, verfangen hatte. Zu frühe Nahrungsaufnahme würde die Darmnaht belasten.

Das Engelshaar, nachdem es aus dem Darm entfernt wurde

Bitte bewahren Sie ihren Stubentiger vor diesem Szenario und verzichten Sie auf Lametta, wenn eine Katze in der Nähe ist.

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Maßnahmen zur Beruhigung

 

Jedes Jahr nach der besinnlichen Zeit braucht der Mensch offenbar ein Ventil für seine angestaute Energie und will das neue Jahr mit tosendem Feuerwerk und Böllern begrüßen. Was für viele von uns ein Heidenspaß ist, ist für alle Tiere ein Martyrium. Die Sinne unserer Haustiere (und auch der Wildtiere) sind darauf ausgelegt, drohende Gefahren abzuschätzen. Ein aufziehendes Gewitter oder ein Erdbeben ist in der freien Natur letztendlich eine lebensbedrohende Gefahr. Deshalb reagieren oft auch unsere Haustiere „hysterisch“ auf die Knallerei rund um den Jahreswechsel.
Ich muss gestehen, dass meine Tiere nicht sehr empfindlich sind. Ob das an der Handhabung liegt oder ob ich einfach Glück mit den Charakteren habe, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kenne auch viele Fälle, denen selbst mit Konditionierung und Verhaltenstherapie nicht mehr geholfen werden kann. Für diese Maßnahmen empfehle ich aber stets, einen erfahrenen Tiertrainer zu Rate zu ziehen, weil sie sehr individualisiert durchgeführt werden müssen.

Viele Menschen wollen ihre Haustiere über die Jahre medikamentell beruhigen. Hier gibt es etliche verschiedene Wege, die in der Tat auch individuell angepasst werden müssen. Man kann eine Beruhigung homöopathisch, pflanzlich, über verschiedene Futterzusatzmittel, in Form von Mykotherapie und letztendlich mit sogenannten Tranquilizern erreichen.

BeruhigungsmittelDer Einsatz von Tranquilizern (Azepromazin, Valium) sollte meines Erachtens nur in absoluten Ausnahmefällen und streng nach Einzelfallbeurteilung erfolgen. Die Patienten werden äußerlich beruhigt, nehmen aber die Bedrohung war. Allerdings sind sie derart träge, dass sie vor der Gefahr nicht fliehen können. Ich möchte das mal so vergleichen: ein Dieb bedroht sie mit der Pistole. Was würde Ihnen besser gefallen: 3 Promille oder klare Sinne? Allerdings gibt es auch Einzelfälle, in denen der Einsatz der Tranquilizer unabdingbar ist. Dies erfordert aber mindestens eine Untersuchung durch einen Tierarzt. Diese Medikamente sind verschreibungspflichtig.

Homöopathisch habe ich die besten Erfahrungen mit dem Präparat Avena/Phosphor von Plantavet gemacht. Es ist in Ampullenform erhältlich. Pflanzlich gibt es ein gutes Komplexpräparat von alphavet: Canised für Hunde, Felised für Katzen (mit Johanniskraut und Baldrian). Die Beruhigung über Futterzusatzstoffe funktioniert per Supplementierung verschiedener Stoffe zur Stabilisierung des Nervenpotentials. Dies kann über kurzkettige Fette, Aminosäuren und/oder Vitamine erreicht werden. Der Einsatz von Pheromonen (Geruchshormone, die von der Mutter bei der Säugephase abgegeben werden) soll bewirken, dass sich der Patient in seine „unbeschwerte Kindheit“ zurückversetzt fühlt.

Wichtig dabei ist, dass der Einsatz all dieser Mittelchen ein paar Tage vor dem Höhepunkt angefangen und ein paar Tage ins neue Jahr fortgesetzt wird. Die Wirkung kumuliert, das heißt, die volle Wirkung ist erst nach ein paar Tagen erreicht. Am besten werden auch diese Mittel ausgeschlichen, also in ihrer Dosis nach und nach verringert.

Wir wünschen Ihnen und ihren Tieren ein ruhiges Fest und gutes Gelingen für den Jahreswechsel. Bei Fragen beraten wir sie gerne vor Ort in unserer Praxis.

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Kaninchenimpfungen

Impf – Konzepte für Kaninchen

Auch hier gilt die alte Weisheit: so wenig wie möglich aber so viel wie nötig. Bei den Kaninchenkrankheiten gegen die geimpft werden kann sollte immer der Infektionsdruck und die Gefährlichkeit der Krankheit abgewogen werden. Ebenso sollte man berücksichtigen, dass gerade bei Kaninchen Allergien und Autoimmunerkrankungen, also auch Vakkzinosen, auf dem Vormarsch sind.

KaninchenparadiesDeshalb sind beim Impfen von Kaninchen folgende Gesichtspunkte zu berücksichtigen:

1. nur ganz gesunde Tiere dürfen geimpft werden
2. mit einer gesunden Darmflora und damit einem besseren Immunsystem wird die Impfung besser vertragen
3. Freiheit von Parasiten erhöhen die Impfsicherheit, also am besten 1 Woche vor der Impfung Kot untersuchen lassen und ggf. noch entwurmen
4. Impfstoffe (möglichst) immer vom gleichen Hersteller verwenden

Myxomatose

Myxomatose

Myxomatose
Die bekannteste aller Kaninchenkrankheiten (hier erfahren Sie mehr über die Krankheit). Ein Virus, das eine Infektion der Schleimhäute im oberen Atemtrakt und an den Geschlechtsorganen macht. Es ist keine Behandlung bekannt, weder klassisch noch alternativ, die den Tod eines erkrankten Kaninchens verhindern kann. Myxomatose kann allerdings auch „harmlos“ verlaufen, dann haben die erkrankten Tiere lediglich leichte Ödeme in der Unterhaut und evtl. kleine Abszesse. Diese Tiere sind das sogenannte Reservoir und sorgen dafür, dass es immer wieder Fälle von Myxomatose gibt. Übertragen wird die Krankheit durch Stechmücken, also können auch Kaninchen, die nur im Haus leben, betroffen werden. Deswegen sollten meines Erachtens alle Kaninchen gegen Myxomatose geimpft werden. Nach der ersten Impfung wird 3-4 Wochen später geboostert (Wiederholungsimpfung, die den Antikörpertiter vervielfacht). Myxomatose muss dann alle 4 Monate geimpft werden.
Früher wurde zwar nur 1 x jährlich im Frühjahr geimpft, jedoch reicht das bei dem heutigen Infektionsdruck und der steigenden Aggressivität des Erregers nicht mehr aus.
Myxomatose kann mit der Impfung gegen RHD kombiniert werden, aber nicht mit der Impfung gegen Kaninchenschnupfen. Untersuchungen haben ergeben, dass beide Impfungen, zusammen verabreicht, sich gegenseitig derart schwächen, dass der Patient mitunter weder gegen Myxomatose noch gegen Kaninchenschnupfen geschützt ist.

Ein für RHD typisches Röntgenbild

Ein für RHD typisches Röntgenbild

RHD – Chinaseuche
Ausgesprochen Rabbit haemorrhagic Disease oder Chinaseuche weil die Krankheit dort zum ersten Mal beschrieben wurde. Auch ein Virus, dass sich seuchenhaft ausbreitet und hauptsächlich die Schleimhäute der Atemwege aber auch des Magendarmtraktes befällt. Äußerlich sieht man den Patienten kaum etwas an. Meist sterben die erkrankten Tiere schnell und unerwartet. Übertragen wird der Erreger meist Kaninchenkot, aber auch eine Übertragung durch Stechmücken ist wahrscheinlich.
Inzwischen führt auch der neue Stamm RHD2 zu Infektionen in unseren Breitengraden. Zum Schutz vor diesem Stamm gibt es zwei Möglichkeiten:
1. der bekannte Impfstoff gegen Cunivak RHD wird anstatt ein mal jährlich alle sechs Monate geimpft. Dadurch kann zwar eine Infektion nicht immer verhindert werden, aber die Mortalität also Sterblichkeit, sinkt deutlich. Nach der Erstimpfung muss eine Boosterung nach 3-4 Wochen erfolgen.
2. Impfung mit dem neuen Impfstoff Filavac ein mal jährlich. Dieser Impfstoff ist ausreichend getestet, hat aber seine Wirksamkeit im Feld, also außerhalb von standardisierten Testgruppen, noch nicht erwiesen.
Beide Impfstoffe können mit der Impfung gegen Myxomatose (Cunivak Myxo) kombiniert werden (aber niemals in 1 Spritze).

Kaninchenschnupfen
Beteiligt an dieser Krankheit sind, ähnlich wie bei Hund und Katze, mehrere Erreger. Ein besonders aggressiver Erreger sind Bakterien der Spezies Pasteurella. Sie sind nur direkt durch Kontakt der Kaninchen untereinander übertragbar. Dafür wird ein Kaninchen, das Kontakt mit einem Schnupfenkaninchen hat, mit fast 100%iger Sicherheit angesteckt. Empfehlenswert ist diese Impfung also für jene Tiere, die Kontakt haben, bzw. haben könnten, mit Kaninchen, die an Schnupfen leiden. Das sind meist Tiere, die in größeren Verbänden gehalten werden oder wenn bei einem Zukauf ein infiziertes Tier eine Rolle spielt.
Auch hier wird 3-4 Wochen nach der Grundimmunisierung geboostert und dann alle 6 Monate wiederholt. Die Impfung gegen Kaninchenschnupfen muss getrennt von den anderen beiden Krankheiten vorgenommen werden.

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Chinaseuche (RHD)

Eine bekannte Krankheit der Kaninchen hält nach längerer Zeit wieder vermehrt Einzug in unserem Gebiet. Die Chinaseuche wird auch RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease) genannt. Der neue Stamm (RHD2) führt meist sehr schnell zum Tod.

Symtpome

Ein für RHD typisches Röntgenbild

Ein für RHD typisches Röntgenbild

Die klinischen Erscheinungen sind sehr vielfältig. Das Dramatische ist eigentlich, dass die Infektion meist innerhalb von 12-48 Stunden zum Tod führt. Neben Blutungen in Haut und Schleimhäuten können Magendarmsymptome, Atemnot aber auch unspezifische Hinweise auf eine Infektion hindeuten. Die neue Variante zeichnet sich dadurch aus, dass die Kaninchen innerhalb von ein paar Stunden aufhören zu fressen und dann, teilweise auch ohne weitere Symptome, sterben. Typischer Verlauf (Beistzerberichte): „heute morgen war er komisch, heute mittag hat er aufgehört zu fressen…“ -oftmals kann man dann einen schmerzhaften Bauch und evtl. eine rauhe Lunge diagnostizieren, teilweise haben die Patienten noch nicht mals Fieber.

Übertragung

Da das Virus mit allen Körpersekreten ausgeschieden wird, ist jede Übertragung denkbar. Direkte Übertragung von Tier zu Tier, Schmierinfektionen, Kaninchenkot, der sehr leicht ist und überall hingeweht werden kann, teilweise sogar in den zweiten Stock auf den Balkon und auch Stechmücken sind mögliche Übertragungswege.

Behandlung

Bisher steht uns keine Behandlung zur Verfügung. Wir können lediglich versuchen die Begleitsymptome zu lindern. Meist stehen wir auf verlorenem Posten, da selbst trotz Behandlung 99% der Patienten versterben. Allerdings kann man RHD nicht diagnostisch nachweisen, am Anfang steht immer die Verdachtsdiagnose. Da die Symptome auch auf harmlose Krankheiten hindeuten, sollte auf jeden Fall ein Behandlungsversuch gestaretet werden.

Impfung

1. der bekannte Impfstoff gegen Cunivak RHD wird anstatt ein mal jährlich alle sechs Monate geimpft. Dadurch kann zwar eine Infektion nicht immer verhindert werden, aber die Mortalität also Sterblichkeit, sinkt deutlich. Nach der Erstimpfung muss eine Boosterung nach 3-4 Wochen erfolgen.
2. Impfung mit dem neuen Impfstoff Filavac ein mal jährlich. Dieser Impfstoff ist ausreichend getestet, hat aber seine Wirksamkeit im Feld, also außerhalb von standardisierten Testgruppen, noch nicht erwiesen.

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